Hulk smash Billigheimer

Aus leider mehr als gegebenem Anlass:
Ich bin vermutlich nicht der einzige Lektor/Roman-Coach/Übersetzer/sonstiger Textarbeiter (sowie weibliche Pendants), der/die in den letzten Monaten gehäuft Anfragen mit dem Tenor: “Du hast doch sicher durch die Corona-Krise auch Aufträge verloren, da machst du mir das doch sicher ‘n bisschen billiger, und wir sitzen doch alle im selben Boot” erhält.
Um das ein für allemal klarzustellen: Ins Boot dieser Anfrager setze ich mich nicht. Ich bin für meine Arbeit ausgebildet worden, heute noch genauso gründlich und sorgfältig wie vor fünf Monaten, meine dreissig Jahre Berufserfahrung hat Corona nicht weggeschmolzen, und mein Hirn braucht auch nicht urplötzlich für die Arbeit weniger Zeit. Meine Familie lebt heute noch genauso von meiner Arbeit wie im März, was bei den freundlichen Anfragern ebenso der Fall sein dürfte. Corona hat unser Leben nicht billiger gemacht und meine Arbeit nicht weniger wertvoll. Und derlei Anfragen nicht weniger unverschämt.
Die Mühe, auf solche Fragen-kostet-ja-nichts-Mails zu reagieren, mache ich mir inzwischen nicht mehr. Sollte mir ein Leser/eine Leserin dieses Postings eine Mail dieses Inhalts geschrieben haben oder zu schreiben beabsichtigen, so sei ihm/ihr meine Antwort mitgeteilt: Nicht danke, sondern nein.
Und wenn ich nicht Corona-Verlierer, sondern Lotto-Gewinner wäre, dann lautete meine Antwort noch immer genauso, denn meine Lotto-Millionen ändern an meiner Ansicht nichts, dass Qualität bezahlt gehört. Meine von Lotto-Millionen gesponserten Billigpreise würden höchstens etwas an der Lage des Kollegen ändern, dem ich mit solchen Spielchen die Kunden wegfange. Und dessen Familie genauso wie meine von seiner Arbeit lebt.
Nicht danke, sondern nein.
Wenn wir Textarbeiter uns zu allem noch gegenseitig die Preise zerschiessen, sollten wir vielleicht lieber ganz auf Geld verzichten und als Bezahlung eine Schaufel verlangen, um uns eine Grube zu graben.
Ich lasse gern über alles Erdenkliche mit mir verhandeln, bin offen für kreative, unkonventionelle Lösungen und freue mich über alle Anfragen (und empfehle auch gerne Kollegen, wenn ich selbst keine Kapazitäten habe oder für einen Auftrag nicht die Richtige bin). Aber meine Preise, die auf dieser Seite eingesehen werden können, sind und bleiben nicht verhandelbar.
Wem meine Arbeit ihr Geld nicht wert ist, der ist mir meine Arbeit nicht wert.
Corona mag mich wie andere manches kosten. Aber zum Bettler macht es mich nur, wenn ich mich dazu machen lasse.
Nicht danke.
Sondern nein.
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Und dann wieder das Unumgängliche: Die neuen gültigen Preise und Konditionen

Mein Fensterputzer ist inzwischen teurer als ich. Und falls mir jetzt jemand rät, meine Fenster selber zu putzen – leider fehlt mir da jegliche Kompetenz.

Also habe ich mich entschieden, stattdessen die Preise für die einzige Kompetenz, die ich habe (stimmt nicht ganz. Ich finde, ich mache mich für den Anfang nicht schlecht als Kaninchen-Zimmer-Service), soweit anzugleichen, dass ich mir saubere Fenster und Bio-Koriander für meine Privatosterhasen weiterhin leisten kann.

Alle Preise sind verbindlich und werden in zwei Raten berechnet: Eine bei Buchung, eine bei Abgabe. Für eine Vorauszahlung der Gesamtsumme bei Buchung berechne ich Ihnen gerne 5 Prozent Skonto – eine Hand wäscht die andere. Termine reserviere ich grundsätzlich nur bei Zahlung der ersten Rate und fange vorher auch nicht mit der Arbeit an. Gebranntes Kind usw. – und das war’s dann auch für heute mit meinen Spruchweisheiten.

Und mit meinem Gerede um lauwarmen Brei – kommen wir zum Crunch:

Für ein Ghostwriting berechne ich bei gewöhnlichem Schwierigkeitsgrad € 25 pro Normseite. Hinzu kommen gegebenenfalls Kosten für Recherche und Vorbereitung. Die Anzahl der Normseiten wird vorab zwischen Ihnen und mir besprochen. Überschreite ich sie, ist das mein Pech, nicht Ihres.

Für Übersetzungen aus dem Englischen oder Italienischen berechne ich € 20 pro Normseite – wiederum bei gewöhnlichem Schwierigkeitsgrad. Ausschlaggebende Preisgrundlage ist das deutsche Ergebnis, nicht das Original.

Für ein Coaching – die individuelle Betreuung bei der Entstehung eines Romans – berechne ich € 50 pro Stunde. Da es sich anders weder für Sie noch für mich lohnen würde, kann ich Buchungen erst ab einem Mindestumfang von zehn Stunden akzeptieren. Beim Coaching berechne ich den Gesamtpreis der Buchung im Voraus.

Für ein Lektorat in zwei Durchgängen berechne ich € 5,50 pro Normseite (auch hier – bei gewöhnlichem Schwierigkeitsgrad. Über anderes können wir gegebenenfalls reden). Möchten Sie ein Korrektorat eingeschlossen haben, beträgt der Preis € 6,50. Aufträge für Korrektorat alleine nehme ich nicht an.

Exposés, Werbetexte und Gutachten erstelle ich – gegen Bezahlung – nur für meine eigenen Kunden. Ebenfalls nur für meine eigenen Kunden führe ich – ohne Bezahlung – eine Beratung zur Vermarktung durch, und auch Manuskripte lese ich nur von Kunden. Das heisst aber nicht, dass ich mich weigere, einem Kollegen einen kostenfreien Rat zu geben, wenn ich einen habe. Ich werde niemandem ein Coaching aufschwatzen, der gar keines nötig hat, und mich auch nicht für das Lektorat eines Textes bezahlen lassen,  der verlagsreif ist und somit hoffentlich ohne Kosten für den Autor lektoriert wird. Scheuen Sie sich also bitte nicht, zu fragen. In dem Dschungel, in dem wir arbeiten, sind wir alle besser dran, wenn uns ab und an mal jemand eine Lampe hochhält. Meine Mailadresse ist charlie@charlotte-lyne.com.

Ich freue mich auf Ihre Geschichten und bin voller Neugier – nach bald dreissig Jahren immer noch. Jede einzelne, jede von einem Autor erdachte Welt, verdient einen Partner, der für  ihre speziellen Eigenheiten so kompetent ist wie mein Fensterputzer für verschmiertes Glas. Wenn ich derjenige nicht sein kann, wenn wir nicht zusammenpassen oder ich Ihnen halbwegs zeitnah keinen Termin anbieten kann, empfehle ich Ihnen jederzeit gern einen Kollegen.

Oder eine Kollegin, versteht sich.

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Oscar-Nominierungen 2020 – keine Analyse, nur ein Fest mit Haken

11 Nominierungen fuer Joker!

Verdiente Anerkennung für den schönsten, intensivsten Film, den ich seit Jahren gesehen habe.

Ich habe mich riesig gefreut und wünsche nun diesem grossartigen Film viele Überraschungssiege  – denn in einer Favoritenrolle ist er trotzdem in den entscheidenden Kategorien nicht (wie man Alan Driver den Vorzug ueber Joaquin Phoenix geben kann, muss ich nicht verstehen).

Auch die Nominierungen fuer “Jojo Rabbit” und “Once Upon the Time in Hollywood” haben mich sehr gefreut, während ich eine einzige Erwähnung von “Avengers: Endgame” schäbig und in gefährlicher Weise snobbish finde. Aber das ist ja nichts Neues. Wenn man in einen Film seine achtzigjährige Oma und seinen achtjährigen Enkel mitnehmen kann und beide sternenäugig wieder herauskommen, dann kann das Ding ja nicht preiswürdig sein. Schon gar nicht, wenn darin Geschöpfe agieren, die von Gebäuden fliegen oder zwischen ihnen schwingen können. Was für ein Ausschlusskriterium! Dass an demselben um Hirn bettelnden Snobismus Christopher Nolans Meisterwerk “The Dark Knight” ebenfalls scheiterte, weigere ich mich bis heute zu glauben.

Immerhin ist “Avengers: Endgame” als bester Actionfilm bei den Critic’s Choice Movie Awards ausgezeichnet worden, wozu ich herzlich gratuliere. Fuer mich bleibt er ein einzigartiges Kinoerlebnis und eine alle Sinne betörende Sensation. (Und nein, ich hab als Kind keine Comics gelesen, ich steh auch nicht auf einen der hübschen Helden, ich bin einfach nur von Kindern und Enkeln ins Kino geschleppt worden und habe mich verliebt.)

Zur beschämenden, in die Freude spuckenden politischen Dimension – der fast ausschliesslich weissen Versammlung von Nominierten und der unverständlichen Ignoranz z.B. dem ausgezeichneten Film “Us” gegenüber – fehlen mir Worte, Fassung und Ideen. Dass eine derart einflussreiche Veranstaltung ein derart falsches Symbol aussendet, ist mehr als nur hochproblematisch. Zum fehlenden weiblichen Anteil kann ich mich hingegen im Grunde nicht äussern – ich habe in diesem Jahr keinen Film gesehen, der von einer Frau gemacht war. Mir ist klar, dass ich darüber nachdenken muss. Und mir ist auch klar, dass ich mich davor seit vielen Jahren drücke und damit nicht mehr allzu lange davonkommen werde.83IL3hNHRuSerC6IoWYKLA

Aus leider wieder gegebenen Anlässen

Hulk smash puny money.

Schön wär’s. Aber so einfach ist es leider nicht. Wer darauf hofft, ist schon lange im falschen Film. Kein Age of Ultron. Endgame trifft es eher.

Alles wird teurer? Tatsächlich? Der gängigen Meinung zufolge werden Textarbeiter offenbar billiger. Vermutlich sind ihre Lebenshaltungskosten gesunken. Oder ihre Arbeit verliert an Qualität, Wert oder beidem.

Ich möchte hier mal Farbe bekennen und denke, über kurz oder lang kommen wir nirgendwohin, wenn wir einander gegenüber nicht die Karten auf den Tisch legen.

Hier sind meine:

Ich habe hintereinander sechs Romane geschrieben, die auf der Spiegelbestsellerliste standen. Das höchste Garantiehonorar, das ich derzeit für  einen Roman erhalte, liegt  6000 Euro (In Worten: sechstausend) unter dem, was ich im Jahr 2006 für  einen Roman erhalten habe, der nicht auf der Bestsellerliste stand und auch kein Spitzentitel war. Dass damit die Kalkulation auch für Menschen schwer wird, die im oberen Drittel der Autorenpyramide verdienen und nicht oder nicht ausschliesslich von ihren Romanen leben müssen, versteht sich, denke ich, von selbst. Wie es den übrigen geht und wie sie sich durchschlagen, möchte ich vielleicht so genau gar nicht wissen …

Dass wir damit leben müssen, wenn wir weitermachen wollen, dass die Verlage nicht die Bösen sind, sondern irgendwie ja auch mit in diesem sinkenden Boot sitzen, sei hier erst einmal akzeptiert (meine Verlage sind nett. Was vor allem bedeutet: sie sind fair). Diese Entscheidung ist aber eine, die ich für mich persönlich und für meine eigenen Projekte treffe. Alles andere, was ich mit Texten – genauer gesagt mit den Projekten anderer Leute – mache, ist MEIN BERUF. Der ernährt meine Familie. Und die Preise dafür sind nicht verhandelbar.

Wenn mir jemand für ein Lektorat, ein Ghostwriting, ein Coaching oder eine Übersetzung ein Honorar anbietet, den ich bereits als Studentin (ich bin alt. Mein Studium ist nicht nur lange, sondern sehr lange her) abgelehnt habe, weil er nur so ein kleines Budget habe, dann empfinde ich das nach dreissig Jahren Berufserfahrung nicht nur als finanziell halsbrecherisch, sondern auch als demütigend. Und damit als indiskutabel.

Meine Preise sind nicht verhandelbar. Es sind die Preise, die ich als die niedrigstmöglichen errechnet habe, um auf einen Stundensatz zu kommen, der meiner Ausbildung, meiner Erfahrung, meinen Referenzen und meiner Leistung entspricht. Die – meine Leistung – ist auch nicht verhandelbar. Ich schicke niemandem für sein zu kleines Budget einen zu kleinen Text. Wenn das die einzige Möglichkeit wäre, weiter mit Texten zu arbeiten, dann entschiede ich für mich, NICHT mehr mit Texten zu arbeiten.

Ich werde somit die Preise ab 1. Januar 2020 auch wieder erhöhen und nehme Buchungen zu den alten Preisen nur noch bis 23. Dezember 2019 entgegen. Buchungen erfolgen nur gegen Zahlung der ersten Rate, ohne Zahlung reserviere ich keine Termine. Auch das ist nicht verhandelbar. Wer das unbarmherzig findet, dem gebe ich bis zum gewissen Grad nicht Unrecht.  Ich sitze aber in demselben unbarmherzigen Boot. Deshalb bitte ich unter uns Textarbeitern: Tun wir uns das gegenseitig nicht an. Wenn wir kein Geld haben, zu bezahlen, was wir wert sind – bitten wir einander nicht um Leistungen. Wer, wenn nicht wir, wüsste, wie viel Arbeit diese Leistungen erfordern? Und wer, wenn nicht wir, sollte das auch im Jahr 2019 noch respektieren?

Meine Preise sind nicht verhandelbar.

Und wer sich fragt, wem ich das zehnmal vorbete und aus welchem Grund, dem sei verraten: Mir selbst. Damit ich endlich aufhöre, mit mir über meine Substanz verhandeln zu lassen. Im Sinne des Wortes. Hulk smash usw. Euch allen einen schönen Tag und nette Kunden.

 

 

OlcUApSgToqYxoghK61+Wg

Preiserhöhung und Kapazitäten

Alles wird teurer.

Ich auch.

Für ein Lektorat ohne Korrektorat berechne ich derzeit € 4,00 pro Normseite, € 5,00 mit Korrektorat (zwei Durchgänge), Aufträge für Korrektorat allein nehme ich nicht an.

Für ein Coaching berechne ich € 40 pro Stunde.

Und schliesslich Ghostwriting – wo keine Recherche erforderlich ist, sondern das Material vollständig vorliegt, berechne ich € 19 pro Normseite.

Alle Preise gelten für Aufträge von durchschnittlichem Schwierigkeitsgrad und sind nicht verhandelbar. Preise für Übersetzungen nenne ich individuell nach Prüfung einer Textprobe.

Derzeit habe ich keine Coaching-Plätze frei, habe aber eine Warteliste.

Einen Platz für ein Ghosting oder ein Romanlektorat könnte ich ab Februar 2018 anbieten. Aufträge für Texte von weniger als 50 Normseiten kann ich leider nicht annehmen und bitte dafür um Verständnis.

Auf Ihre Texte, Ihre Ideen, Ihre Geschichten freue ich mich sehr. Ihr Buch ist jedoch etwas Besonderes und verdient die bestmögliche Betreuung. Um diese zu gewährleisten und ein Ergebnis zu erzielen, das Ihre Erwartungen erfüllt oder sogar übertrifft, ist es wichtig, dass wir zusammenpassen – Sie, Ihr Buch und ich. Wo das aus welchen Gründen auch immer nicht der Fall ist, habe ich keinerlei Probleme, dies offen anzusprechen und empfehle Ihnen in dem Fall gerne einen Kollegen.Geld.jpg

 

 

Lektorat – Roman-Coaching – Ghostwriting

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Wer schreibt, der bleibt?

Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Wir meißeln unsere Geschichten ja nicht länger in Stein, und das Verfallsdatum des modernen Taschenbuchs braucht den Vergleich mit Weichkäse  nicht zu scheuen. Eine Geschichte, die weitererzählt wird, ist dennoch eine Brücke zwischen Zeiten, eine Hand, die hinübergreift. Dank der wachsenden Chancen für Selfpublisher erhalten mehr und mehr Menschen die Möglichkeit, mit den Geschichten, die in ihnen sprudeln, andere zu erreichen. Wer dabei einen Partner braucht, dem biete ich meine Erfahrung und meine Leidenschaft gerne an.

Egypt Writing

Innerhalb der letzten zwanzig Jahre habe ich unter meinen Pseudonymen Charlotte Lyne, Charlotte Roth und Carmen Lobato 18 eigene Romane in großen Publikumsverlagen veröffentlicht.

Ich habe mehr als die fünffache Anzahl übersetzt, eine knapp doppelte Anzahl als Ghostwriter verfasst, eine etwa gleich große Anzahl als Coach betreut und eine Zahl, die mein dyskalkulisches Hirn inzwischen überfordert, lektoriert.

Ich bin süchtig nach Geschichten, verliebe mich mit Passion in Romane und freue mich auf Ihren!

Rosetta Stone

Grundsätzlich bearbeite ich als Coach wie als Lektor nie mehr als einen Roman gleichzeitig – schließlich dürfen wir selbst vom treulosesten Liebhaber erwarten, dass er (oder sie) uns eine Nacht lang das Gefühl gibt, der oder die einzige zu sein. Daher sind meine Kapazitäten beschränkt, wofür ich um Verständnis bitte. Lehne ich ein Projekt mit dieser Begründung ab, hat das nie etwas mit der Qualität Ihres Textes zu tun. Sehr gern empfehle ich Ihnen in einem solchen Fall einen versierten Kollegen.

Gleiches gilt, wenn ich mich für Ihren Text nicht kompetent fühle, wie es zum Beispiel bei Texten aus dem Genre Science Fiction der Fall wäre, weil mir Sprachduktus und Erfahrung fehlen. Ich selbst profitiere als Autor von der Zusammenarbeit mit einer Lektorin, die „wie für mich gemacht ist“ – wir sind ein „Dreamteam“, und genau das hat auch Ihr Roman verdient. Unter Ihren und meinen Händen sollte er sich mindestens fühlen wie Gott in Frankreich, denn der richtige Lektor entfesselt in einem Roman alle Kraft und allen Charme, die Sie darin angelegt haben. Wenn ich nicht das Gefühl habe, Ihrem Roman geben zu können, was meine Lektorin meinen eigenen gibt, werde ich Ihnen das offen sagen und auch in diesem Fall auf Wunsch einen Kollegen empfehlen.

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Sagen werde ich Ihnen ebenfalls, wenn ich der Ansicht bin, Sie würden an ein Lektorat Ihr Geld verschwenden, weil der Text nicht zur Publikation geeignet ist. So etwas tut weh, ich kenne das selbst, und vermutlich werden Sie mich hinterher hassen. Das ist Ihr Recht, und mich wird es nicht umbringen, denn wir kennen uns ja nicht. In jedem Fall ist es für uns beide besser, als wenn Sie Ihr Geld und ich meine Zeit in ein Ergebnis investieren, das uns beide nicht glücklich macht.

Ihr Geld und meine Zeit – sprechen wir darüber: Sowohl das eine wie das andere ist vermutlich knapp und kostbar. Davon lassen Sie uns bitte ausgehen – beide investieren wir viel, und beide wollen wir am Ende mehr als nur zufrieden sein.

Wie also läuft’s?

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Schritt Eins: Sie schicken mir Ihre Projekt-Präsentation, ich sagen Ihnen, was ich denke, und Sie sagen mir, ob es das ist, was Sie wollen. Keine leichte Entscheidung – Lektoren und Roman-Coaches gibt es zuhauf, und Ihr Roman sollte den bekommen, der das Beste aus ihm herausholt. Fällen Sie Ihre Entscheidung in Ruhe – Sie schreiben schließlich nicht jede Woche einen Roman. Wenn wir es miteinander wagen wollen, freue ich mich – wenn nicht, gibt es kein böses Blut. Der König ist das Projekt, und ich empfehle auch gern einen bewährten Kollegen, der Ihren Vorstellungen vielleicht eher entspricht.

Schritt Zwei: Wenn Sie mir grünes Licht geben, mache ich Ihnen ein Angebot, berechne also auf der Grundlage Ihres Materials und Ihrer Vorstellungen, was für Kosten auf Sie zukommen, und mit welchem Zeitrahmen Sie rechnen können.

Dabei gelten für mich in aller Regel die folgenden Grundlagen (Alle Preise sind Endpreise, ich berechne keine Umsatzsteuer):

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LEKTORAT:

3,50 Euro pro Normseite (1600 Zeichen) bei normalem Lektoratsaufwand (Dieser Preis schließt das Korrektorat aus, für das ich einen Euro zusätzlich berechne. Aufträge für Korrektorat allein nehme ich derzeit nicht an.)

Sollten erhebliche Nachrecherchen oder andere Arbeiten, die über ein normales Endlektorat hinausgehen, notwendig sein, verhandle ich mit Ihnen vorab einen Preis, mit dem wir beide leben können. Selbstverständlich entsteht die lektorierte Fassung Ihres Textes im Austausch mit Ihnen – und für Fragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.

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COACHING:

35 Euro pro Stunde.

Im steten Austausch mit Ihnen bearbeite ich Ihren Plot, Ihre Entwürfe, Ihre Bearbeitungen auf Wunsch bis zur fertigen Fassung. Ich kann Ihnen bereits bei der Planung Ihres Romans zur Seite stehen, aber auch erst in einer späteren Phase unterstützend hinzutreten. Teil des Coachings sind auf Wunsch eine Beratung zu Vermarktbarkeit und Präsentation, die Erstellung eines Exposés oder eines Gutachtens. Innerhalb des finanziellen Rahmens stehe ich Ihnen und Ihrem Projekt zur Verfügung – per Mail, per Skype, per Landline, über Social Media – ganz wie es Ihnen am angenehmsten ist.  Ich bin in Berlin geboren, nehme kein Blatt vor den Mund, bin aber selbst Autor und weiß, wie verletzlich junge Romane sind. Außerdem verliebe ich mich regelmäßig in sie und entwickle für die meisten der von mir betreuten Projekte ein ausgeprägtes Patentanten-Gefühl. Wenn ich nicht den Eindruck habe, dass Ihr Roman bei mir so gut aufgehoben ist, wie ich meinen eigenen aufgehoben wissen möchte, nehme ich ihn nicht an, denn mit liebloser Routine ist keinem Roman geholfen – jeder von ihnen verdient Einsatz und Passion.

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GHOSTWRITING:

18 Euro  pro Normseite.

Für Recherchen und alle weiteren notwendigen Extraarbeiten berechne ich eine zusätzliche Pauschale, die wir vorab aushandeln. Auch die Erstellung eines Exposés wird auf Wunsch gesondert berechnet.

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Schritt Drei: Ich stelle Ihnen eine Rechnung aus, warte den Eingang der ersten Rate ab, und dann legen wir los.

Für die Prüfung Ihres Materials fallen Ihnen selbstverständlich keine Kosten an. Kostenfreie Probelektorate erstelle ich jedoch nicht. Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass wir gern zusammen arbeiten würden, berechne ich die Hälfte des zu erwartenden Endhonorars vor Arbeitsbeginn. Die zweite Hälfte wird nach Fertigstellung fällig. Allen Kunden, die sich entscheiden, den zu erwartenden Gesamtpreis vorab komplett zu entrichten, räume ich sehr gern einen Discount von 5% ein.

Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich Aufträge im Wert von weniger als 150 Euro nicht annehmen kann, da sich der Aufwand für mich nicht lohnt.

Ansonsten bin ich bereit zu den meisten Schandtaten, und so gut wie alles ist verhandelbar – nicht aber die hier aufgeführten Mindestpreise. Auch wenn ich als Autor nur zu gut weiß, wie schwierig es sein kann, solche Leistungen zu finanzieren, bin ich nicht in der Lage, für einen geringeren Preis zu arbeiten, und kenne auch leider keinen Kollegen, der das tut. Ebenso wenig kenne ich Lektoren, Coaches oder Ghostwriter, die auf Tantiemenbasis arbeiten, kann hier also auch niemanden vermitteln. Ich bitte sehr herzlich darum, mir keine entsprechenden Anfragen zu schicken, da uns das beide in eine unangenehme Situation bringt.

Ich sage nicht gern nein.

Ich möchte ja sagen!

Auf Sie und Ihr Projekt freue ich mich unter

charlie@charlotte-lyne.com

Über diese Website oder

meine Facebook-Page Charlotte Lyne Carmen Lobato Charlotte Roth.

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Not lovely, no books und keine Adventsparty

Noch einmal, aus leider gegebenem Anlass:

Dass ein Wirtschaftsunternehmen Geld verdienen muss, ist mir durchaus klar – ich bin selbst eins und kann mir nicht leisten, meine Arbeit zu verschenken. Wenn aber mein wirtschaftliches Ziel darin besteht, meine Kunden auszunehmen, ohne ihnen bieten zu können, wofür sie bezahlen – wie lange habe ich dann wohl Kunden?

Selbstverständlich habe ich in diesem Sinne ganz und gar nichts dagegen, Werbung für mein Buch Ararat, das mir am Herzen liegt, zu bezahlen. Im Gegenteil. Leistung gehört ohne jedes Wenn und Aber bezahlt, und da ich mein Buch Ararat auch weiterhin liebend gern sinnvoll bewerben würde, bin ich sogar beständig auf der Suche nach attraktiven Angeboten. Dazu gehört für mich aber, dass a) jemand, der eine professionelle Leistung anbietet, diese auch erbringen kann (ich habe z.B. aus eigener Dummheit für eine Buch-PR-Agentur bezahlt, deren Texte von Rechtschreib- und Grammatikfehlern sowie Stilblüten und Copy-and-paste-Sprachfloskeln wimmelten. So etwas ist keine professionelle Leistung. Ich will auch kein Brot von einem Bäcker kaufen, der nichts über Lebensmittelhygiene weiß ) und dass b) jemand seine eigene Leistung und deren Wirksamkeit fair einschätzt, bewirbt und bepreist.

Das bedeutet keineswegs die Forderung nach einer Erfolgsgarantie. So etwas ist Unsinn. Ich kann als Roman-Coach auch keinem Kunden garantieren, dass er nach der Arbeit mit mir in jedem Fall an einen Verlag vermittelt wird – aber ich kann dem potentiellen Kunden vorher eine realistische, auf Erfahrung beruhende Einschätzung der Chancen geben und ihn zudem warnen, dass sich der ausgegebene Betrag möglicherweise nicht – oder noch nicht bei diesem Projekt – amortisiert. Auch auf die Gefahr hin, den Kunden dadurch zu verlieren, muss ich ihm dieses Entscheidungskriterium an die Hand geben. Ich habe auch schon potentiellen Kunden gesagt (und nicht selten): An Ihrer Stelle würde ich für ein Coaching nur bezahlen, wenn Sie es um der Freude willen tun, denn ich sehe keine Chancen auf eine gewinnbringende Veröffentlichung.

Ich bin nicht reich, aber mir trotzdem zu fein, das Geld von Menschen zu wollen, die es für eine unerfüllbare Hoffnung ausgeben und sich damit womöglich in Schwierigkeiten bringen. Eine solche Hoffnung sogar noch zu wecken, Autoren zu vermitteln, sie könnten eine derart hohe Summe für ein Werbeprojekt problemlos wieder einspielen, und dabei auch noch Leser (Stichwort ‚exklusive Geschenktipps’) für dumm zu verkaufen, ist für mich unfein. To say the least.

Ich bin sehr traurig.

Ich mochte die Plattform Lovelybooks, meine Redakteurin und vor allem die vielen Nutzer sehr gern, und ich war – glaube ich – immer noch blöd genug, an ein ‚Wir sitzen doch alle im selben Boot’ zu glauben.

Letzten Endes aber gilt (erst recht für mich als Bewohner von Großbritannien): Wenn wir im Winter des Jahres 2016 keine anderen Probleme hätten, hätten wir Grund ne Party zu feiern.

geschmueckt

Lektorat – Roman-Coaching – Ghostwriting

Aus gegebenem Anlass stelle ich dies noch einmal ein.
Ich habe in diesem Jahr in November und Dezember noch Kapazitäten für ein Coaching und ein Komplettlektorat frei und freue mich darauf, neuen Romanen zu begegnen. Und ihren Autoren natürlich auch.

Charlie, Lotti und Carmen

Cuneiformerebuni (640x480)

Wer schreibt, der bleibt?

Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Wir meißeln unsere Geschichten ja nicht länger in Stein, und das Verfallsdatum des modernen Taschenbuchs braucht den Vergleich mit Weichkäse  nicht zu scheuen. Eine Geschichte, die weitererzählt wird, ist dennoch eine Brücke zwischen Zeiten, eine Hand, die hinübergreift. Dank der wachsenden Chancen für Selfpublisher erhalten mehr und mehr Menschen die Möglichkeit, mit den Geschichten, die in ihnen sprudeln, andere zu erreichen. Wer dabei einen Partner braucht, dem biete ich meine Erfahrung und meine Leidenschaft gerne an.

Egypt Writing

Innerhalb der letzten zwanzig Jahre habe ich unter meinen Pseudonymen Charlotte Lyne, Charlotte Roth und Carmen Lobato 18 eigene Romane in großen Publikumsverlagen veröffentlicht.

Ich habe mehr als die fünffache Anzahl übersetzt, eine knapp doppelte Anzahl als Ghostwriter verfasst, eine etwa gleich große Anzahl als Coach betreut und eine Zahl, die mein dyskalkulisches Hirn inzwischen überfordert, lektoriert.

Ich bin süchtig nach Geschichten, verliebe mich…

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Susanne, Tanja und Doris

Ich verlose ja nie was. Meine Belege, die nicht an Experten und Testleser gehen, sollen alle ‪#‎WritersforMesopotamia‬ sowie ‪#‎Autorenhelfen‬ zur Verfügung stehen, aber Ostern ist mein liebstes Fest im Jahr, und ausserdem haben mir in diesen letzten zwei Wochen so viele Menschen so viel Freude gemacht, dass ich auch mal jemandem eine machen möchte.
Aber nicht irgendwem …
Corinna und ich haben bei Bestandssicht nämlich festgestellt, dass wir noch zwei Exemplare der sonst völlig abgeräumten Hatti – “Die Stadt der schweigenden Berge” – haben, und zwar zwei, die ich Intelligenzbolzen fehlgewidmet habe: eine für SUSANNE und eine für TANJA.
Sollte es hier also eine Susanne und/oder Tanja geben (oder Leute, die eine Susanne und/oder Tanja kennen), die gern eine hätte – bitte melden, und ihr bekommt sie mit SEHR persönlicher Widmung.
Ausserdem habe ich mich in Dortmund so sehr gefreut, einen Ararat “Für WILMA” widmen zu dürfen – aber ich durfte noch in keinen einzigen “Für DORIS” schreiben. Gibt’s hier eine Doris, die gern einen hätte? Dann bitte auch melden, und er kommt.
Sollten sich mehr Susannen, Tanjas und Dorisse melden, lost mein Sohn aus dem ARP-Helm. Sollten sich keine melden, überleg’ ich mir mal, wie man Susanne, Tanja und Doris umwidmen kann …
Und unter allen Gewinnern verteile ich dann noch die Handvoll Souvenirs, die von der Lesereise übrig geblieben sind. Unter anderem ein HENRY-Lesezeichen. Warum das keiner wollte, dürft ihr mich nicht fragen …

Ich freu mich!
Susanne, Tanja und Doris, ach nee,
Charlie, Hatti und Ararat

Osterhase