Lektorat – Roman-Coaching – Ghostwriting

Aus gegebenem Anlass stelle ich dies noch einmal ein.
Ich habe in diesem Jahr in November und Dezember noch Kapazitäten für ein Coaching und ein Komplettlektorat frei und freue mich darauf, neuen Romanen zu begegnen. Und ihren Autoren natürlich auch.

Charlie, Lotti und Carmen

Cuneiformerebuni (640x480)

Wer schreibt, der bleibt?

Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Wir meißeln unsere Geschichten ja nicht länger in Stein, und das Verfallsdatum des modernen Taschenbuchs braucht den Vergleich mit Weichkäse  nicht zu scheuen. Eine Geschichte, die weitererzählt wird, ist dennoch eine Brücke zwischen Zeiten, eine Hand, die hinübergreift. Dank der wachsenden Chancen für Selfpublisher erhalten mehr und mehr Menschen die Möglichkeit, mit den Geschichten, die in ihnen sprudeln, andere zu erreichen. Wer dabei einen Partner braucht, dem biete ich meine Erfahrung und meine Leidenschaft gerne an.

Egypt Writing

Innerhalb der letzten zwanzig Jahre habe ich unter meinen Pseudonymen Charlotte Lyne, Charlotte Roth und Carmen Lobato 18 eigene Romane in großen Publikumsverlagen veröffentlicht.

Ich habe mehr als die fünffache Anzahl übersetzt, eine knapp doppelte Anzahl als Ghostwriter verfasst, eine etwa gleich große Anzahl als Coach betreut und eine Zahl, die mein dyskalkulisches Hirn inzwischen überfordert, lektoriert.

Ich bin süchtig nach Geschichten, verliebe mich…

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Susanne, Tanja und Doris

Ich verlose ja nie was. Meine Belege, die nicht an Experten und Testleser gehen, sollen alle ‪#‎WritersforMesopotamia‬ sowie ‪#‎Autorenhelfen‬ zur Verfügung stehen, aber Ostern ist mein liebstes Fest im Jahr, und ausserdem haben mir in diesen letzten zwei Wochen so viele Menschen so viel Freude gemacht, dass ich auch mal jemandem eine machen möchte.
Aber nicht irgendwem …
Corinna und ich haben bei Bestandssicht nämlich festgestellt, dass wir noch zwei Exemplare der sonst völlig abgeräumten Hatti – “Die Stadt der schweigenden Berge” – haben, und zwar zwei, die ich Intelligenzbolzen fehlgewidmet habe: eine für SUSANNE und eine für TANJA.
Sollte es hier also eine Susanne und/oder Tanja geben (oder Leute, die eine Susanne und/oder Tanja kennen), die gern eine hätte – bitte melden, und ihr bekommt sie mit SEHR persönlicher Widmung.
Ausserdem habe ich mich in Dortmund so sehr gefreut, einen Ararat “Für WILMA” widmen zu dürfen – aber ich durfte noch in keinen einzigen “Für DORIS” schreiben. Gibt’s hier eine Doris, die gern einen hätte? Dann bitte auch melden, und er kommt.
Sollten sich mehr Susannen, Tanjas und Dorisse melden, lost mein Sohn aus dem ARP-Helm. Sollten sich keine melden, überleg’ ich mir mal, wie man Susanne, Tanja und Doris umwidmen kann …
Und unter allen Gewinnern verteile ich dann noch die Handvoll Souvenirs, die von der Lesereise übrig geblieben sind. Unter anderem ein HENRY-Lesezeichen. Warum das keiner wollte, dürft ihr mich nicht fragen …

Ich freu mich!
Susanne, Tanja und Doris, ach nee,
Charlie, Hatti und Ararat

Osterhase

Blogger bezahlen?

Da mir das Thema wichtig scheint, stelle ich meine zwei, drei Gedanken dazu auch hier ein.

Und natürlich möchte ich dabei die Gelegenheit nutzen, mit der wundervollen Video-Rezension zu protzen, die Olga Reimer meinem Roman geschenkt hat:

Seit mein Roman Ararat erschienen ist, habe ich mich mit der Frage, die im Netz herumgeht – “sollten Blogger für Rezensionen bezahlt werden?” – intensiv beschäftigt. Um ganz ehrlich zu sein: Ich wünsche mir so verzweifelt aussagekräftige Rezensionen für mein Buch, dass ich mehr als einmal in Versuchung war, unter einen der vielen Beiträge zum Thema “Rezensionen bezahlen oder nicht?” zu schreiben: “Und? Wo steht denn nun Ihre Preisliste, und wann kann ich mein Buch schicken?”
Bezahlen, dachte ich, ist immerhin ein bisschen besser als Betteln und Buhlen, um am Ende mit etwas dazustehen, das sich anhört wie ein Testbericht für Haarspray – und meilenweit gegen den Wind verrät, dass das Haarspray nicht einmal benutzt worden ist (ja, solche haben wir auch. Die teil’ ich hier aber nicht).

Warum mache ich das eigentlich nicht?, habe ich mich gefragt, und die ehrliche Antwort lautet: Weil ich Angst hatte, erwischt zu werden und dann dazustehen mit meinem Buch als “eine, die’s nötig hat.” (Mein Buch und ich haben’s nötig. Keine Frage. Aber wer will sich das schon auf einem Pappschild um den Hals hängen?)
Jetzt bin ich heilfroh.
Und weiss wieder, wie die Antwort (oder zumindest eine der Antworten)hätte lauten müssen: Weil ich eine Rezension wie die von Olga Reimer für Geld nicht hätte bekommen können. Weil ich mich nicht so darüber hätte freuen können. Und nicht mit blitzsauberem Gewissen in aller Welt damit angeben.
Bücher, die fast 800 Seiten lang sind, mit solcher Sorgfalt zu lesen und dann mit so viel Verve, Charme und Aussage zu besprechen, ist Arbeit, ohne jeden Zweifel, und ich würde mir durchaus wünschen, dass Olga Reimer dafür angemessen bezahlt wird. Das wäre verdient und nicht im Mindesten ehrenrührig – nur dürfen eben weder ich noch mein Verlag diejenigen sein, die diese Bezahlung übernehmen, denn dann würde aus einer Empfehlung, die für uns Gold wert ist, eine Anzeige. Die hat auch ihren Wert. Ist aber für alle Beteiligten etwas völlig anderes.
Wie das fair gelöst werden kann, weiss ich nicht, denke jedoch darüber nach (z.B. über die VG Wort). Dass ich mich abfinden muss, mit dem, was Leser und Rezensenten meinem Buch geben oder nicht geben, weiss ich jetzt aber wieder. Es darf nicht auch noch im Netz, in unserer “freien Wildbahn”, das Buch das meistbesprochene sein, das den Autor oder den Verlag mit dem vollsten Konto hat. Das wollen wir alle nicht, dessen bin ich sicher – weder Leser noch Autoren. Dass wir Rezensionen im Netz noch als lebendigen, echten Ausdruck von Begeisterung (oder auch Ärger!) fürs Buch erleben und glauben können, als Service von Lesern für Leser, ist eine Bank, auf der wir sitzen. Unser kleines Stück Macht, an dem der “Markt” zwar rüttelt, aber nicht kippt. Lasst uns daran doch festhalten. Wir landen sonst mit dem Hintern im Schlamm. Danke, Olga Reimer – auch wenn Sie sich nichts dafür kaufen können.

Innehalten

Ararat Kindertransport1

“Chaja Loebel, fünf Jahre alt, eine kleine Berlinerin.”

Das ist das jüdische Mädchen, das in meinem Roman auf dem Bahnhof Friedrichstrasse ohne Angehörige in einen Zug ins Leben gesetzt wurde und durch den entschlossenen Einsatz von Menschen im letzten Augenblick einem Zug in den Tod entging.

Chaja Loebel habe ich mir ausgedacht.

Aber die etlichen Chaja Loebels, die vom Bahnhof Friedrichstrasse aus allein ins Leben oder in den Tod gefahren sind, hat sich niemand ausgedacht. Sie haben wirklich gelebt. Und sie sind wirklich gestorben.

An ihrem Denkmal an der Berliner Friedrichstrasse, halte ich mit Ararat auf unserer Reise inne. Am meisten weh tut das Wissen, dass der Wunsch, wir würden nie wieder so ein Denkmal brauchen, lachhaft vergeblich ist. Sogar der, wir würden nur eins für Kinder brauchen, die allein ins Leben reisen mussten.

Ich wünschte, ich hätte mir all diese Kinder ausgedacht.

Ararat Kindertransport2

Ararat Kindertransport4

Ararat Kindertransport Tod

Ararat Kindertransport Puppe

Ararat Kindertransport5

Lesung, die letzte

Auch hier möchte ich gern noch einmal in meine eigene Trompete blasen:

Meine Lesereise mit Ararat, auf die ich mich ganz heimlich gefreut habe, seit ich beschlossen hatte, ein Buch namens Ararat zu schreiben, gehört zweifellos zu den schönsten Erinnerungen meines Lebens als Papier-Bekritzler.

Aber – sie ist schon fast zu Ende.

Ein einziges Mal noch dürfen Ararat und ich mit unserem Pimm’s, unserer Musik, unseren Requisiten und Souvenirs sowie unseren kleineren oder auch größeren Zwischenfällen vor ECHTEN LESERN auftreten. (Nein, zweimal – aber in Leipzig sind wir nur ein kleiner Teil einer Gemeinschaftslesung, die ausserdem ausverkauft ist.) Und das in Berlin, in der schönsten Buchhandlung, die ich hier kenne, und noch einmal zugunsten von Writers for Mesopotamia und damit der Syrienhilfe e.V. Knapp über 1000 Euro sind bereits zusammengekommen – über jeden weiteren freue ich mich sehr.

Es wäre so schön, noch einmal viele von euch zu sehen, mit euch sehr viel zu lachen und ein bisschen zu weinen, weil mit seinem Höhepunkt mein Traum dann zu Ende geht. Ihr findet uns

Am Samstag, 19. März 1916

Um 20 Uhr

Buchhandlung Leporello

Krokusstrasse 91, Berlin-Rudow.

Bis hoffentlich bald!

Charlie&Ararat, nun auf dem Weg nach Leipzig

Ararat Vorschau.png

Eva, Arman und La Guerre

Für die Teilnehmer meiner Leserunden, die nicht auf Facebook sind (dort habe ich unter https://www.facebook.com/groups/782362325227655/?fref=ts eine begleitende Gruppe eingerichtet, in der ich viele Bilder und Hintergrundmaterial zeige und die sich über neue Teilnehmer jederzeit freut):

In diesem Post möchte ich die drei Bilder vorstellen, die mein Mann Alan Lyne mir für meinen Roman Ararat gemalt hat:

Für meine Eva, gewidmet allen Künstlern, deren Werk als “entartet” diffamiert, geschändet, geraubt und zerstört wurde:

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Für Arman und seine Mutter. Alan hat das Bild “Scratch in Time” genannt und findet, es ist sein bestes. Ich versteh’ nichts von Kunst. Aber ich finde, er hat Recht.

Scratch in time

La Guerre. Alan hat mit mir zusammen die Skulptur aus rotem Kalktuff, die in meinem Roman während einer Ausstellung in Paris den Namen “La Guerre” erhält aber anderswo (…) unter dem Decknamen “Henry” bekannt ist, in Gedanken entwickelt. Als Ararat fertig war, hat er einen Ausschnitt von der Skulptur, die wir im Kopf hatten, als Geschenk zum Abschluss einer einzigartigen Zeit für mich gemalt.

La Guerre valid