Susanne, Tanja und Doris

Ich verlose ja nie was. Meine Belege, die nicht an Experten und Testleser gehen, sollen alle ‪#‎WritersforMesopotamia‬ sowie ‪#‎Autorenhelfen‬ zur Verfügung stehen, aber Ostern ist mein liebstes Fest im Jahr, und ausserdem haben mir in diesen letzten zwei Wochen so viele Menschen so viel Freude gemacht, dass ich auch mal jemandem eine machen möchte.
Aber nicht irgendwem …
Corinna und ich haben bei Bestandssicht nämlich festgestellt, dass wir noch zwei Exemplare der sonst völlig abgeräumten Hatti – “Die Stadt der schweigenden Berge” – haben, und zwar zwei, die ich Intelligenzbolzen fehlgewidmet habe: eine für SUSANNE und eine für TANJA.
Sollte es hier also eine Susanne und/oder Tanja geben (oder Leute, die eine Susanne und/oder Tanja kennen), die gern eine hätte – bitte melden, und ihr bekommt sie mit SEHR persönlicher Widmung.
Ausserdem habe ich mich in Dortmund so sehr gefreut, einen Ararat “Für WILMA” widmen zu dürfen – aber ich durfte noch in keinen einzigen “Für DORIS” schreiben. Gibt’s hier eine Doris, die gern einen hätte? Dann bitte auch melden, und er kommt.
Sollten sich mehr Susannen, Tanjas und Dorisse melden, lost mein Sohn aus dem ARP-Helm. Sollten sich keine melden, überleg’ ich mir mal, wie man Susanne, Tanja und Doris umwidmen kann …
Und unter allen Gewinnern verteile ich dann noch die Handvoll Souvenirs, die von der Lesereise übrig geblieben sind. Unter anderem ein HENRY-Lesezeichen. Warum das keiner wollte, dürft ihr mich nicht fragen …

Ich freu mich!
Susanne, Tanja und Doris, ach nee,
Charlie, Hatti und Ararat

Osterhase

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Valentinstag – Plaisir d’Amour II

Und dann noch die Werbung zum Valentinstag.

Die Szene dafür lasse ich meine Romanfigur Doris Taylor (https://www.facebook.com/Doris-Taylor-679850792147846/?fref=ts) aussuchen, nicht nur weil sie – zusammen mit ihrem männlichen Gegenpart Bülent – meine Lieblingsfigur (und die Lieblingsfigur der Testleser) ist, sondern auch weil ich, glaube ich, noch nie eine Figur geschrieben habe, die sich aufs Lieben verstand wie Doris und Bülent.

Ich hatte nur zwei Bedingungen: Die Szene sollte von der Liebe handeln und sie sollte in Paris – der Stadt der Liebe – spielen. Doris fiel das leicht: Paris ist ihre Lieblingsstadt und “sowas Staubiges, was ohne Liebe ist, das les ich eh nicht.”

Wenn ihr Ararat und mir ein bisschen Schwung gebt, eure eigenen Liebesszenen dazustellt, uns teilt und eine Liebeskette quer durchs Netz daraus macht, freuen wir uns sehr! Und verabschieden uns in den Valentinstag. Love, Charlie, Doris und Ararat.

„Sei mir nicht böse“, sagte Arman. „Ich fand, es ist nicht die richtige Zeit, um so viel Geld in den Abfluss zu schütten.“

Stattdessen lag in der Wanne ein silbernes Etuikleid, wie die Prinzessin in der Frauenzeitschrift es getragen hatte. Es war für Doris‘ Größe angefertigt worden, und sie weigerte sich, etwas anderes zu tragen, während sie durch Paris streiften, durch Museen und Kunstgalerien, durch Restaurants und Bistros, durch das Kaufhaus Lafayette, wo sie für Jordan einen Koffer voll Garderobe aussuchten, durch Theater, über Märkte und durch den kürzlich eröffneten Zoo. Auf dem Quai de la Tournelle, wo man den unglaublichen Sternenhimmel über den Türmen von Notre Dame bewundern konnte, küsste sie Amarna auf den Mund. Ihr Abendessen hatte aus fünf Gängen bestanden, und Doris‘ Kuss schmeckte nach Käse und Zwiebeln.

„Gib das Black Beauty von mir, ja?“

„Kannst du ihm selbst geben.“

Doris schüttelte den Kopf. „Den hab ich so lieb wie meinen Bruder, der bekäme überallhin einen Kuss von mir. Aber der Mund ist für die Liebste, und Schluss.“

Die Seine glänzte wie Öl und zog viel langsamer vorbei als die Themse, so als führe ein Fluss in Paris kein hektisches Leben. „Ich wusste gar nicht, dass du einen Bruder hast, Dee.“

„Edward hieß er“, sagte Doris. „Mein Zwilling, aber das hat man gar nicht gesehen. Teddy war so ein schlanker, fescher Kerl wie dein Süßer, dem hat auch die Uniformhose auf den Hüften gesessen, dass unsereinem der Mund wässrig wird.“

„Dein Bruder war Soldat?“

Doris nickte. „Im letzten Kriegsjahr haben die den noch geholt.“

„Und er ist nicht wiedergekommen?“

Sie beugten sich über das Geländer und sahen den spiegelnden Lichtern auf dem Fluss zu. „Ich hab mir immer gesagt, wenn ich mal einen Jungen hab, wird das ein Ted“, sagte Doris. „Aber wie dann ein Mädchen kam, hab ich gedacht: Mein Teddy, der ist übern Jordan, und dabei ist es geblieben.“

Amarna nahm Doris Gesicht in die Hände und küsste sie auf den Mund. „Lieb dich, Dee.“

Ararat – “Und sie werden nicht vergessen sein”. Knaur Taschenbuch, 1. März 2016

Parispont