Das Dilemma des ersten Satzes

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Kennen wir alle, oder?

„Ilsebill salzte nach“, der erste Satz aus Günter Grass‘ „Der Butt“, wurde einst zum schönsten deutschen Romananfang gekürt. Ich finde den auch hinreißend. Aber die krampfhafte Suche nach einem, der auch nur in die Nähe kommt, zeitigt selten Rosen und häufig Stilblüten. Umso schöner, wenn einem einer in den Schoß fällt, von dem man das Gefühl hat, er sei immer dagewesen und es könne keinen anderen geben.

Ararat hatte so einen. Vom ersten Tag an.

Es sollte der werden, der im Kopf dieses Blogs steht: „Der soll was anderes kaufen. Kann der nicht Paris kaufen? Ach nee, in Paris regnet’s ja jetzt auch.“

Ich liebe diese Sätze. Für mich bleiben die für immer Ararats Anfang. Aber sie passen nicht mehr. Deshalb haben wir jetzt – vorläufig – einen neuen, der nicht so spektakulär ist, und zwar: „Weißt du, was ekelhafter ist, als mit Schweinen zu verkehren?“

Und weil ich über die Bedeutung von ersten Sätzen heute pausenlos nachdenke, möchte ich gern eure kennenlernen. Habt ihr Lust, mir die ersten Sätze eures Work in Progress als Kommentar zu senden? Oder die, die euch am besten gelungen sind? Ich wäre sehr gespannt. Und vielleicht können wir ja am Ende unter uns den schönsten wählen?

Gesegnete Pfingsten, fröhliches Zungenreden, Charlie

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