Ja, ja, schon wieder geht’s um die Preise

Eigentlich schade.

Nach diesem Blog sehne ich mich oft und hätte größte Lust, hier wieder häufiger etwas zu schreiben. Über die Filme, die ich sehe (totally in love with Frankenstein), die Bücher, die ich lese (Hach, der neue Stewart O’Nan …), die immer wieder ermutigenden Erfolge meiner talentierten Kundinnen und Kunden und die Geschichten, die ich auch weiterhin erzähle, obwohl der Gegenwind stärker wird. Besonders eine, die ‘Ben is Missing’ heißt, die seit mehr als vier Jahren in mir herumtobt und die ich aufschreiben muss, wenn ich sie mir eines Tages leisten kann.

Womit wir – leider – beim Thema wären. Bei dem einzigen Thema, für das ich in diesem Blog offenbar noch Zeit finde. Nicht mehr leisten kann ich mir bedauerlicherweise meine Preise, die bereits seit Jahren unterhalb der untersten Grenze des Segments herumtanzen. Weshalb sich die nun leider ab 1. März 2026 beträchtlich erhöhen.

In Zukunft berechne ich als Ghostwriter € 50 pro Normseite und bin damit immer noch günstig.

Als Coach für Romanautorinnen und -autoren berechne ich künftig € 75 pro Stunde, ebenfalls noch am unteren Ende der Skala.

Sie bezahlen damit meine jahrzehntelange Erfahrung, meine ausgezeichneten Referenzen, meine umfassende Ausbildung und meine Liebe zu diesen Tätigkeiten.

Es gibt – von meiner Arbeit an Drehbüchern und von ‘Ben is Missing’ abgesehen – nichts, was ich in meinem Beruf lieber mache als diese beiden Dinge: Geschichten erzählen, die in den faszinierenden Hirnen anderer Menschen entstanden sind, oder diese Geschichten auf ihrem Weg begleiten. Und ja, durchaus, mir begegnen immer mal wieder dermaßen unwiderstehliche Geschichten und dermaßen begabte Autorinnen und Autoren, dass ich ihre Betreuung am liebsten ‘für ‘nen Appel und ‘n Ei’ übernehmen würde. Da mein Erbonkel sich immer noch nicht gemeldet hat, ist mir das aber nicht möglich. Und deshalb sind diese Preise auch höchstens in Ausnahmefällen (Stammkunden mit sehr großem Auftragsvolumen) verhandelbar.

Ich werde weiterhin immer offen sagen, wenn ich mich für ein Projekt nicht kompetent fühle oder an das Projekt nicht glaube. In diesen Fällen erschiene es mir nicht richtig, den Auftrag anzunehmen, und ich empfehle stattdessen gern eine Kollegin oder einen Kollegen.

Versteckte Kosten gibt es bei mir nicht. Der Preis, den ich Ihnen bei der Buchung nenne, ist der, der Ihnen berechnet wird. Transparent und ohne Wenn und Aber. Zudem biete ich allen Kundinnen und Kunden eine umfassende Vermarktungs-Beratung und Begleitung bei der Erstellung des Bewerbungsmaterials an.

Und gleichgeblieben ist auch etwas: Wie bereits seit Jahren berechne ich als Lektorin weiterhin € 7,50 bei Aufträgen ab 100 Seiten und normalem Schwierigkeitsgrad (zwei Durchgänge) und für Übersetzungen aus dem Englischen oder Italienischen je nach Textart und Anspruch zwischen € 15 und € 22.

Immerhin etwas, oder?

Ich freue mich auf Ihre Geschichten. Und auf Sie. Und wer weiß, vielleicht schreibe ich irgendwann ja auch wieder über etwas anderes als Geld in diesem Blog.